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Sonntag, 22. Januar 2023

Die Max-Jacob-Kultur-Passage: Von der "Pinkelpassage" zur Kunst- und Kulturpassage

Günter Schmitt (links) erläuterte Wilhelm Augst, Stadtbürgermeister Oliver Krügel und Günter Wittler die Vorgehensweise bei den Restaurierungsarbeiten in der Max-Jacob-Passage.

Günter Schmitt, ehemaliger Lehrer an der Realschule Plus, hat mit viel Geduld und sehr hohem Arbeitsaufwand in den letzten Jahren die Bilder in der Max-Jacob-Passage restauriert. Ursprünglich wurden die Kunstwerke von Jugendlichen aus Bad Ems gestaltet. Die Arbeiten wurden wieder durch die Bürgerstiftung Bad Ems unterstützt, die auch die bisherigen Arbeiten finanziert hatte.


„Die östliche Passage zwischen Römerstraße und Marktplatz Wipsch ist in den letzten Jahren zu einem echten Hingucker geworden“, stellte der Vorstandsvor­sitzende der Bürgerstiftung Bad Ems, Wilhelm Augst, fest. Der Durchgang wurde zuvor von den Bürgerinnen und Bürgern kaum angenommen. Günter Schmitt hatte sich dafür eingesetzt, dass die Passage nach dem gebürtigen Bad Emser Puppenspieler Max Jacob benannt wurde. Die Bürgerstiftung Bad Ems hatte bereits vor der Namensgebung Überlegungen zur Neugestaltung der Passage in eine Kultur-Passage angestellt. So ist dann schließlich die Max-Jacob-Kulturpassage entstanden.

Mit der Zeit haben die Witterungsverhältnisse an den Kunstwerken „genagt“. Leider mussten bei den Arbeiten auch Vandalismusschäden beseitigt werden. Eine größere Anzahl Kunstwerke wurden von Günter Schmitt mit viel Geduld und Aufwand wieder instandgesetzt. Stadtbürgermeister Oliver Krügel bedankte sich im Namen der Stadt Bad Ems für dieses besondere ehrenamtliche Engagement. „Günter Schmitt“, so der Stadtchef anerkennend, „hat mit seiner Initiative aus der ehemaligen Pinkelpassage eine ansehnliche Kunst- und Kulturpassage gemacht.“

Finanziert wurden sämtliche Arbeiten in der Max-Jacob-Passage durch die Bürgerstiftung Bad Ems. Günter Wittler, Stiftungsratsvorsitzender der Bürgerstiftung Bad Ems, betonte ausdrücklich, dass die Bürgerstiftung sehr gerne die finanzielle Unterstützung geleistet habe. Ein Dank ging auch an den Bauhof der Stadt Bad Ems, der die Wände in der Passage ordentlich gereinigt hat und mit Rat und Tat immer zur Verfügung stand..

Wer die Gestaltung der Max-Jacob-Passage und damit das Engagement der jungen Künstlerinnen und Künstler nachhaltig unterstützen möchte, der kann durch eine zweckgebundene Spende an die Bürgerstiftung Bad Ems einen Beitrag zur weiteren Verschönerung von Bad Ems leisten. Die zweckgebundenen Spenden werden ausschließlich für dieses Projekt verwendet.

Freitag, 2. Dezember 2022

Bürgerstiftung unterstützt Heilig-Abend-Treff


Die Bürgerstiftung Bad Ems unterstützt nach der „Corona-Pause“ in diesem Jahr im Rahmen ihrer Weihnachtsaktion das Seniorenbüro „Die Brücke“ mit 400 Euro. Der Förderbetrag ist für die Weihnachtsaktion „Heilig Abend in Gemeinschaft feiern für ältere und / oder alleinstehende Menschen“ bestimmt. Der traditionelle Treff für Menschen, die den Heiligen Abend nicht einsam zu Hause feiern wollen, findet im AWO-Zentrum in Nassau statt.


Wer Weihnachten, das „Fest der Liebe“, nicht mit Familie oder Freunden feiern kann, soll nicht alleine gelassen werden. In Kooperation mit dem Pflegestützpunkt, den "Netten Nachbarn" aus Bad Ems / Nassau und dem AWO- Zentrum Nassau organisiert das Seniorenbüro "Die Brücke" des Rhein- Lahn- Kreises daher seit einigen Jahren einen gemütlichen Treff am Heiligen Abend. An dieser Veranstaltung nehmen auch viele Menschen aus dem Bereich der Stadt Bad Ems teil. Die Organisatoren bieten eine besinnliche Feier mit Kaffee, Tee und weihnachtlichem Kuchen an. Dabei werden auch weihnachtliche Gedichte und Geschichten vorgetragen und Lieder gemeinsam gesungen. Im Rahmen ihrer Aktivitäten zur Weihnachtszeit hat sich die Bürgerstiftung erneut entschlossen, diese Aktion mit 400 Euro zu unterstützen.

Der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Bad Ems, Wilhelm Augst, wies darauf hin, dass die Bürgerstiftung sehr gerne solche Aktivitäten unterstütze, die insbesondere von Ehrenamtlichen organisiert werden. Solches ehrenamtliche Engagement müsse nicht nur gelobt, sondern auch konkret unterstützt werden, betonte Augst nachdrücklich. Die Bürgerstiftung Bad Ems habe bereits seit dem Jahr 2017 diese Aktion finanziell unterstützt, da auch viele Menschen aus der Stadt Bad Ems an dieser Veranstaltung teilnehmen.

Die Veranstaltung beginnt am 24. Dezember, um 15:00 Uhr im Seniorentreff „Kaffeekanne“, Schloßstraße 4 in Nassau. Um 18:00 Uhr wird ein Gottesdienstbesuch in der evangelischen Kirche angeboten und anschließend trifft man sich zum Abendessen. Wer am Treff teilnehmen möchte, sollte sich bis 21. Dezember beim Seniorenbüro „Die Brücke“ (Frau Uschi Rustler, Tel.: 02603-972-336) anmelden.

Sonntag, 27. November 2022

Bürgerstiftung unterstützt mit Weihnachtsaktion die Emser Tafel

Die Bürgerstiftung Bad Ems hat der Emser Tafel Geschenktüten mit Körperpflegeprodukten übergeben. Die Geschenktüten sind ein kleines Weihnachtsgeschenk für die Nutzerinnen und Nutzer der Emser Tafel. Im Rahmen dieser Weihnachtsaktion hatte die Bürgerstiftung Bad Ems großzügige zweckgebundene Spenden in Höhe von 2.000 Euro erhalten. Die Bürgerstiftung möchte damit der Emser Tafel tatkräftig bei ihrer Arbeit helfen.

Die Aktiven der Emser Tafel freuen sich über die Unterstützung der Bürgerstiftung Bad Ems


Die Emser Tafel unterstützt seit Jahren hilfsbedürftige Menschen in der Stadt Bad Ems. Die Bürgerstiftung Bad Ems wollte zum Weihnachtsfest eine besondere Freude bereiten. So hatte man im Vorfeld für die Weihnachtsaktion 2022 großzügige zweckgebundene Spenden in einer Höhe von 2.000 Euro erhalten. Auf Anregung der Emser Tafel wurden Geschenktüten mit Hygieneartikeln und Pflegeprodukten in einem Bad Emser Drogeriemarkt beschafft und an die Helferinnen und Helfer zur Weiterverteilung übergeben. Darüber hinaus wurde eine größere Geldsumme gespendet, mit der notwendige Lebensmittel für die Nutzerinnen und Nutzer der Tafel beschafft werden können. Durch die hohe Inflation ist die Anzahl der Bedürftigen deutlich angestiegen, und auf der anderen Seite haben sich auch die Kosten für die Emser Tafel stark erhöht.

Der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung, Wilhelm Augst, wies nochmals darauf hin, dass man die Aktivitäten der Emser Tafel aus Überzeugung fördere. Augst wies zudem darauf hin, dass die Bürgerstiftung Bad Ems immer wieder zweckgebundene Spenden gerade für diese Weihnachtsaktion erhalte. Vielfach habe sich die wirtschaftliche Lage in den Familien in Folge der starken Inflation noch erheblich verschlechtert. Eine solche Unterstützung, so Augst weiter, sei daher für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt Bad Ems sehr wichtig.

Donnerstag, 17. November 2022

Bürgerstiftung unterstützt ökumenischen Friedensmarsch

Die Bürgerstiftung Bad Ems unterstützte auch in diesem Jahr wieder den ökumenischen Friedensmarsch unter dem Motto „Steh auf und geh mit – wir beten für den Frieden“. In diesem Jahr fand der Friedensmarsch am Sonntag, den 13. November (Volkstrauertag) statt.

Der Beirat für Migration und Integration des Rhein-Lahn-Kreises, Vertreter der unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften in Bad Ems waren Veranstalter des ökumenischen Friedensmarsches. Von verschiedenen Startpunkten in der Stadt gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem Sternmarsch zur katholischen Pfarrkirche. Als äußeres Zeichen wurde die katholische Martinskirche als Zielort des Sternmarsches von außen illuminiert. Die Bürgerstiftung Bad Ems, die in ihrer Satzung auch die Völkerverständigung als Stiftungsziel verankert hat, hat diese Maßnahme mit 400 Euro unterstützt. Angesichts des Krieges in der Ukraine und vieler anderer kriegerischer Ereignisse in der Welt hatten sich viele Menschen an dem Friedensgebet beteiligt.

Sonntag, 13. November 2022

„Weckmänner“ für St.-Martins-Zug

Günter Wittler (rechts) bedankte sich beim Ehrenvorsitzenden des Spießer-Martini-Kirmes-Vereins Peter Hauth (links) und beim Vorsitzenden Dirk Beckenbach (Mitte) für das großartige Engagement im Bad Emser Stadtteil Spieß

Leider musste im letzten Jahr die traditionelle Spießer-Martini-Kirmes und damit auch der Sankt-Martins-Umzug in Bad Ems ausfallen. In diesem Jahr konnte der Spießer-Martini-Kirmes-Verein diese traditionellen Veranstaltungen wieder durchführen. Die Bürgerstiftung Bad Ems hat daher auch in diesem Jahr  die traditionellen „Weckmänner“ für die Kinder finanziert.

Der Vorsitzende des Spießer-Martini-Kirmes-Vereins, Dirk Beckenbach, sprach die Bürgerstiftung Bad Ems an, ob sie die Verteilung von Weckmännern beim traditionellen Kinderumzug im Stadtteil Spieß wie bereits im vergangenen Jahr unterstützen könne. Der Vorstand der Bürgerstiftung überlegte nicht lange und sagte seine Unterstützung zu. Dirk Beckenbach und sein Team bedankten sich bei der Bürgerstiftung für die vollständige Finanzierung der leckeren Backwaren.

So konnten die 400 „Weckmänner“ rechtzeitig an die teilnehmenden Kinder im Rahmen des St.-Martin-Umzuges im Stadteil Spieß verteilt werden. Im Vorjahr war die Traditionskirmes mit St.-Martin-Umzug wegen der Corona-Einschränkungen ausgefallen. Damals hatte die Bürgerstiftung ersatzweise für die Kinder in den Bad Emser Kindertagesstätten „Weckmänner“ finanziert. Die kleinen Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Bad Ems haben sich auch in diesem Jahr über die Leckerei sehr gefreut. Der Stiftungsratsvorsitzende der Bürgerstiftung, Günter Wittler, überzeugte sich vor Ort über die Aktivitäten des Spießer-Martini-Kirmes-Vereins. Günter Wittler bedankte sich im Namen Bürgerstiftung für das Engagement des Vereins. Die Bürgerstiftung habe hier gerne geholfen, da Jugendarbeit sowie Heimat- und Brauchtumspflege zu den wichtigen Förderzielen der Bürgerstiftung Bad Ems gehöre.

Montag, 7. November 2022

Bürgerstiftung Bad Ems bedankt sich bei Freiwilliger Feuerwehr

Die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ems freuen sich über das Dankeschön-Essen der Bürgerstiftung.

Das „Dankeschön-Abendessen“ der Bürgerstiftung Bad Ems ist mittlerweile schon eine gute Tradition, mit der das Ehrenamt in der Stadt Bad Ems gewürdigt wird. Nach längerer Corona-Pause ging der Dank in diesem Jahr für besonderes gesellschaftliches Engagement an die ehrenamtlichen Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ems. Mit dem „Dankeschön-Essen“ bedankt sich die Bürgerstiftung, stellvertretend für die Gesellschaft bei den ehrenamtlich Tätigen für deren besonderes Engagement in der Stadt Bad Ems.


Eine große Zahl von Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr war der Einladung der Bürgerstiftung Bad Ems in das Restaurant „Alt-Ems“ gefolgt. Die Bürgerstiftung Bad Ems wollte sich für die Arbeit der ehrenamtlich Tätigen bedanken. Bei einem gemütlichen Abendessen in angenehmer Atmosphäre konnten sich die Anwesenden über ihre extrem wichtige ehrenamtliche Arbeit in Bad Ems austauschen.

Die Freiwillige Feuerwehr hatte in diesem Jahr ihr 150. Jubiläum gefeiert. Im Gegensatz zu Großstädten mit ihren Berufsfeuerwehren wird diese Arbeit in der Stadt Bad Ems seit 150 Jahren ausschließlich von Ehrenamtlichen übernommen. Die Anzahl der Einsätze hat sich in den vergangenen Jahr deutlich erhöht und nicht selten begeben sich die Feuerwehrleute in Lebensgefahr, um ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger zu schützen. Ein Engagement, das von vielen Menschen als Selbstverständlichkeit angesehen wird.
 
Stiftungsrat und Stiftungsvorstand der Bürgerstiftung Bad Ems hatten auch in der Vergangenheit die Arbeit der Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr mit Zuschüssen gefördert. „Bürgerschaftliches Engagement und nachhaltiges Gemeinwesen“ sind nach der Satzung der Bürgerstiftung wichtige Aufgaben, derer man sich gerne annehme. Für die Bürgerstiftung, so deren Vorstandsvorsitzender Wilhelm Augst, sei es wichtig, die Aktivitäten der Freiwilligen Feuerwehr besonders zu fördern. Mit dem „Dankeschön-Essen“ wollte sich die Bürgerstiftung Bad Ems darüber hinaus direkt und persönlich bei den ehrenamtlichen Männern und Frauen der Feuerwehr bedanken, ohne deren großartigen Einsatz unser Gemeinwesen nicht denkbar wäre.

Der Vorstandsvorsitzende der Bad Emser Bürgerstiftung betonte nochmals ausdrücklich, dass ohne das Ehrenamt und die Ehrenamtlichen auch in einem so reichen Land wie Deutschland vieles nicht gehe. Für diesen ehrenamtlichen Einsatz wolle man sich daher nicht nur mit „warmen Worten“, sondern auch mit einem „warmen Essen“ bedanken. Die anwesenden Freiwilligen Feuerwehrleute freuten sich sichtlich über das große Buffet und verbrachten einen schönen Abend, bei dem einmal nur sie persönlich im Mittelpunkt standen.

Donnerstag, 27. Oktober 2022

Engagierte Jugendliche reinigen Stolpersteine in Bad Ems

Schülerinnen der Realschule Plus haben Stolpersteine im Bad Emser Stadtgebiet gereinigt und sich mit den Schicksalen der verfolgten Menschen beschäftigt.

Eine Gruppe von engagierten Jugendlichen der Realschule Plus Bad Ems - Nassau haben während ihrer Ferien die in Bad Ems verlegten Stolpersteine gereinigt. Die Stolpersteine erinnern an Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Bürgerstiftung Bad Ems hat die Aktion der Jugendlichen unterstützt
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Eine Gruppe von sehr engagierten Jugendlichen der Realschule Plus Bad Ems – Nassau hat sich zum wiederholten Male in ihrer Freizeit zu einer Schulaktion getroffen. Die Jugendlichen (Luca Hering, Aleksandra Krawczyk, Ela Baykara, Malin Müller und Kari Detring) trafen sich zusammen mit ihren Lehrkräften Sonja Hering und David Schmidl, um die in Bad Ems verlegten Stolpersteine für Opfer des Nationalsozialismus auf Hochglanz zu polieren.

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Seit 1992 verlegt Demnig Messingsteine, die vor Ort an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollen. Im Stadtgebiet von Bad Ems sind flächendeckend Stolpersteine verlegt worden. Die Stolpersteine erinnern an die vielen Menschen aus Bad Ems, die von den Nazis verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Selbstmord getrieben wurden. Sie sollen die Menschen daran erinnern, dass das Unrecht „vor der eignen Haustür“ stattgefunden hat und man auch heute aufmerksam sein muss, um Unrecht zu verhindern und rechtzeitig zu handeln.

Die Schülerinnen und Schüler der Realschule Plus hatten bereits in den vergangenen Jahren die Stolpersteine in Bad Ems katalogisiert und mit Bildern bei Wikipedia im Internet veröffentlicht. David Schmidl nahm die Gelegenheit war und erinnerte an den einzelnen Stolpersteinen an das Schicksal der verfolgten Menschen. So erinnerte er zum Beispiel an Lina Goldfisch  (geb. 1883), die 1942 nach Theresienstadt deportiert und am 26.2.1944 ermordet wurde, und an Eugen Goldfisch  (geb. 1877), der auch nach Theresienstadt deportiert und am 30.12.1944  ermordet wurde. Bis dahin waren die Familie Goldfisch eine angesehene Familie in Bad Ems und betrieb ein koscheres Hotel. Eugen Goldfisch wurde 1914 sofort nach Kriegsbeginn zum Kriegsdienst eingezogen und hatte für das Deutsche Reich gekämpft, aber auch das rettete ihn nicht vor der Ermordung durch die Nationalsozialisten. Ihr Sohn Manfred konnte noch rechtzeitig nach Amerika fliehen. Dort änderte er seinen Namen in „Goldfish“. Dessen Tochter arbeitete in Australien als „Filmschaffende“ und hat über das Schicksal der Familie einen in Australien mehrfach prämierten Film: „The last goldfisch“ gedreht (Trailer über Youtube zu sehen).

Begleitet wurde die fleißige Gruppe von Ulrike Baywand-Klenk (Beirat für Migration und Integration des Rhein-Lahn-Kreises) und Wolfgang Elias Dorr (Jüdische Gemeinde), die sich über dieses besondere Engagement der Schülerinnen freuten. Eingebettet wurde die Reinigungsaktion in einen „Sozialtag“, der auch den Besuch des Diakonischen Werkes und die Arbeit in der Tafel Bad Ems umfasste.

Die Bürgerstiftung Bad Ems hat die Jugendlichen bei ihren Putzaktionen immer wieder unterstützt. Wilhelm Augst, Vorsitzender der Bürgerstiftung, wies darauf hin, dass man sich schon seit Gründung der Stiftung auch mit den dunklen Seiten der Heimatgeschichte von Bad Ems beschäftigt habe. Es sei sehr vorbildlich, dass sich Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Kulturkreisen während ihrer Freizeit mit den geschichtlichen Ereignissen beschäftigen, meinte Augst. Als kleines „Dankeschön“ hat die Bürgerstiftung die äußerst aktiven Schülerinnen zu einem Essen in eine Pizzeria eingeladen.