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Revierförster Rainer Jäger erläutert die Vorgaben für die Installation von Feldermaus-Nistkästen. Dabei ging der Forstexperte auch auf die sehr schwierige Lage im Bad Emser Stadtwald ein. |
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Die Installation der Fledermaus-Nistkästen muss gut vorbereitet sein. |
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Eine fertig installierte neue „Wohnung“ für Fledermäuse |
Fledermäuse sind die
einzigen Säugetiere, die aktiv fliegen können. Die bei uns
heimischen Tiere sind aber bedroht, weil die Menschen ihren
Lebensraum immer mehr einschränken. Daher hat die Bürgerstiftung
Bad Ems in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Nassau und dem heimischen
Förster insgesamt 20 Nistkästen für Fledermäuse beschafft und im
Bad Emser Stadtwald installiert.
Da
war echte Schwerstarbeit angesagt. Britta und Norbert Lemler mit Hund
Antoine, Anny Neusen und Wilhelm Augst vom Vorstand der
Bürgerstiftung Bad Ems waren mit Revierförster Rainer Jäger, dem
Naturpark-Referenten des Naturparks Nassau, Stefan Eschenauer und
Michelle Brandtner, die ihr freiwilliges ökologisches Jahr beim
Naturpark Nassau absolviert, im Bad Emser Stadtwald im Bereich
Trümmerborn unterwegs. Bepackt mit 20 schweren Rundnistkästen,
Leiter und Installationsmaterial war man unterwegs, um neue
Nistmöglichkeiten für Fledermäuse zu schaffen.
Bereits
im Vorfeld der Aktion hatten die
Experten das Vorgehen besprochen und geplant. Wichtig war dabei die
Auswahl der Areale und konkret der entsprechenden Bäume, um die
Rundnistkästen fachgerecht zu montieren. Dabei war es wichtig,
Bäume auszuwählen, die vital aussahen, was sich beim Zustand des
Waldes in
Folge der
Trockenheit und des
Befalls durch den Borkenkäfer schwierig gestaltete. So wurden
letztendlich Bäume ausgewählt, die den Eindruck vermittelten, noch
eine möglichst lange Standzeit zu haben. Zudem
musste darauf geachtet werden,
dass das Aufhängen und die spätere Kontrolle mit relativ geringem
Aufwand gewährleistet
werden kann.
Im
näheren Bereich zum Trümmerborn wurden Buchen für die neuen
Heimstätten der Fledermäuse ausgewählt und in Richtung Westersbach
vorwiegend
Eichen. Es
kann insgesamt bis zu fünf Jahren dauern, bis die Fledermäuse die
Kästen für sich entdecken. Stefan Eschenauer erklärte, dass die
Fledermäuse zum
Teil
auch von einem in den nächsten Kasten umziehen, so dass man bei den
Kontrollen zwar leere Kästen vorfindet, aber anhand des
Fledermaus-Kotes sieht, dass sie benutzt wurden.
„Im
nächsten Jahr möchte die Bürgerstiftung Bad Ems“, so die
stellvertretende Stiftungsvorsitzende Britta Lemler, „einen Vortrag
über die heimischen Fledermäuse anbieten“. Herr Eschenauer wird
dann über die zahlreichen Fledermausarten, wie Zwergfledermäuse,
Fransenfledermäuse,
Bechsteinfledermäuse, Mausohr, kleiner Abendsegler oder braunes
Langohr berichten. Vielleicht kann dann schon über positive neue
„Mietverhältnisse“ der kleinen Flugsäuger berichtet werden.